Mit dem EcoFlow STREAM 5000 AC erscheint am 31.08.2026 die AC-Variante der neuen STREAM-2-Serie. Es ist ein reiner Nachrüstspeicher: keine Solareingänge, keine MPPT-Tracker.
Der Speicher hängt am Hausnetz und holt sich den Überschuss, den deine bestehende Anlage produziert.

EcoFlow STREAM 5000 AC – 5,0 kWh LFP-Speicher, 3.000 W AC-Laden ohne MPPT-Eingänge, 800 W Abgabe ab Werk
Kapazität5.024 Wh LFP
Solareingängekeine
AC-Ladenbis 3.000 W
Abgabe ins Hausnetz800 W ab Werk, bis 3.000 W bei Festanschluss
Ladezyklen10.000
Erweiterbarkeitmodular bis 15kWh erweiterbar
Preis1.299€

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Für wen: Du hast bereits ein Balkonkraftwerk oder eine Dachanlage mit funktionierendem Wechselrichter und willst einen Speicher ergänzen, ohne an der DC-Verkabelung etwas anzufassen.

Für wen nicht: Du baust neu oder willst Module ergänzen. Dann ist die Schwestervariante STREAM 5000 mit vier MPPT-Eingängen fast immer die bessere Wahl.

Der Unterschied zwischen EcoFlow STREAM 5000 und EcoFlow STREAM 5000 AC

Die beiden Geräte heißen fast gleich und lösen völlig verschiedene Probleme. Das ist der Punkt, an dem im Handel am meisten schiefgeht.

EIGENSCHAFTENSTREAM 5000STREAM 5000 AC
Solareingang5.000 W über 4 MPPTkeiner
Module direkt anschließbarja, bis 12 Stücknein
Bestehender Wechselrichterüberflüssigbleibt in Betrieb
Rolle im Systemersetzt deinen Wechselrichterergänzt ihn
Sinnvoll beiNeubau, Modulerweiterungreiner Nachrüstung

Die entscheidende Konsequenz für die Ladeleistung: Beim STREAM 5000 gehen die Module direkt in den Speicher. Der Weg von den Modulen in die Batterie ist nicht auf 800 W begrenzt – die 800 W gelten nur für die Einspeisung ins Hausnetz. Beim EcoFlow Stream 5000 AC dagegen kommt der Solarstrom durch deinen vorhandenen Wechselrichter, und der gibt nie mehr als seine zugelassene Leistung ab.

Konkret: Hängt der EcoFlow Stream 5000 AC hinter einem 800-VA-Mikrowechselrichter, lädt er aus Solarstrom höchstens mit 800 W minus deinem momentanen Hausverbrauch. Die beworbenen 3.000 W AC-Ladeleistung erreichst du in dieser Konstellation nie – die gelten für das Laden aus dem Netz.

Wie viel bei dir konkret ankommt, hängt an deiner Grundlast. Die vollständige Rechnung dazu – inklusive Tabelle für verschiedene Haushalte – steht im Ratgeber AC-Speicher am Balkonkraftwerk nachrüsten. Wenn du beide Varianten mit deinem eigenen Verbrauchsprofil durchspielen willst, nimm den Balkonkraftwerk-Rechner mit Speicher.

Wo die 3.000 W tatsächlich etwas bringen

Zwei Szenarien, in denen die hohe AC-Ladeleistung kein Marketing ist, sondern bares Geld:

Dynamischer Stromtarif. Tibber, Ostrom, Rabot & Co. haben Nachtstunden mit 10 bis 15 ct/kWh. Mit 3.000 W Ladeleistung füllst du 5 kWh in unter zwei Stunden – du kannst also die günstigsten zwei Stunden der Nacht gezielt ausnutzen statt über acht Stunden zu mitteln. Genau dafür ist diese Geräteklasse gebaut.

Große Dachanlage statt Balkonkraftwerk. Wenn du eine 8- oder 10-kWp-Anlage hast, die mittags 4.000 W ins Netz drückt, dann ist die Ladeleistung der begrenzende Faktor und nicht der Wechselrichter. Hier spielt der EcoFlow Stream 5000 AC seine Stärke aus.

Für den klassischen Fall „800-W-Balkonkraftwerk, normaler Stromtarif“ bleibt von den 3.000 W nichts übrig, was du nutzen könntest. Das ist keine Kritik am Gerät – es ist eine Frage, ob es zu deinem Anwendungsfall passt.

Die 800-Watt-Frage

Ab Werk gibt der Speicher 800 W ins Hausnetz ab. Das ist die Einstellung, mit der er als steckerfertiges Gerät betrieben werden darf. Höhere Abgabeleistung ist laut Hersteller nur bei Anschluss an einen eigenen Stromkreis möglich (2.500-3.000 W).

Zwei Dinge, die man dazu wissen sollte:

Ein eigener Stromkreis heißt: neue Leitung vom Verteiler, eigene Absicherung, Elektrofachbetrieb. Rechne mit einem dreistelligen Betrag zusätzlich. Wer das nicht macht, betreibt ein 5-kWh-Gerät mit 800 W Abgabe – und dann dauert das Entladen bei einer Grundlast von 200 W schlicht die ganze Nacht, was in vielen Haushalten völlig ausreicht.

Und: Wenn du parallel ein Balkonkraftwerk mit eigenem 800-VA-Wechselrichter betreibst, hast du zwei einspeisende Geräte am selben Hausanschluss. Zu dieser „Grauzone“ habe ich im Nachrüst-Beitrag geschrieben, was ich davon halte, bzw. was dies aus rechtlicher Sicht bedeutet.

Der direkte Konkurrent: Anker SOLIX Solarbank Max AC

Beide Geräte zielen auf denselben Kunden. Grobe Gegenüberstellung nach Herstellerangaben:

EcoFlow STREAM 5000 ACAnker SOLIX Solarbank Max AC
Basiskapazität5,0 kWh7,0 kWh
AC-Eingang3.000 W3.500 W
Abgabe freigeschaltet2.500–3.000 W3.500 W
Max. Ausbau15 kWh42 kWh
Preis1.299€1.599€

Auf dem Papier ist die Anker das größere Gerät. Ob das ein Vorteil ist, hängt davon ab, ob du die Kapazität überhaupt füllen kannst – siehe Ladeleistungs-Rechnung oben. Ein 7-kWh-Speicher hinter einem 800-W-Balkonkraftwerk ist ein sehr teurer und daher häufig sehr leerer Kasten.

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Was ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen kann

Damit hier keine Missverständnisse entstehen: Ich habe das Gerät nicht getestet.
Dieser Beitrag ordnet Herstellerangaben ein, nicht mehr.

  • Standby-Verbrauch. Steht in keinem Datenblatt, entscheidet aber über 10 bis 30 Euro Jahresverlust.
  • Regelgeschwindigkeit. Wie schnell reagiert das System auf einen Lastsprung?
  • Realer Round-Trip-Wirkungsgrad. Herstellerangaben zu Wirkungsgraden sind Laborwerte bei optimaler Last.
  • Lokale Schnittstelle. Gibt es Modbus/MQTT ohne Cloud, oder bist du an die EcoFlow-App gebunden? Für Home-Assistant-Nutzer die wichtigste Frage überhaupt.
  • Verfügbarkeit und Preisentwicklung. Launchpreise sind selten die Preise, die nach drei Monaten noch gelten.

Ich aktualisiere diesen Beitrag, sobald belastbare Praxiswerte vorliegen.
Wenn du das Gerät im Einsatz hast: Schreib mir gerne, was du misst.

Transparenzhinweis

Dieser Beitrag entstand zum Marktstart auf Basis von Herstellerangaben und Händlerinformationen. Er ist ausdrücklich kein Testbericht und enthält keine eigenen Messwerte. Sobald ich das Gerät oder belastbare Nutzerdaten habe, wird der Beitrag als Test gekennzeichnet und überarbeitet.

Einige Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalte ich eine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Preise und Verfügbarkeiten sind Stand der letzten Aktualisierung und ändern sich laufend.

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