Seit dem 24. August 2026 ist es so weit: Der Maxxicharge V2+ von Maxxisun ist bestellbar. Ich habe die Ankündigung seit Wochen im Blick, weil das System gleich an zwei Stellen etwas kann, das zum Marktstart im August 2026 kein anderer Balkonkraftwerksspeicher am Markt bot: dauerhaft 2.300 Watt aus der ganz normalen Schuko-Steckdose ohne Elektriker – und eine völlig freie Verschaltung der Solarmodule in Reihe und parallel.

Was steckt hinter dem Maxxicharge V2+?
Anders als die meisten Balkonkraftwerksspeicher ist der Maxxicharge V2+ kein einzelner Kasten, sondern ein Baukasten aus zwei Teilen. Herzstück ist die CCU V2+ 2300W – eine Kopfeinheit, die Steuerung, Wechselrichter und ein Live-Display in einem Gehäuse vereint. Dazu kommt mindestens ein Speichermodul, wahlweise der M3.0 V2+ mit 3 kWh oder der M5.0 V2+ mit 5 kWh.
Das Prinzip ist Nulleinspeisung: Der Speicher misst über einen Smart Meter den Hausverbrauch und gibt genau so viel Leistung ab, wie gerade gebraucht wird. Nach oben ist das System weit offen – laut Hersteller lassen sich bis zu 16 Speicher (80 kWh) und drei CCUs kombinieren, womit man bei 6.900 Watt auf drei Phasen landet. Das ist dann natürlich kein Balkonkraftwerk mehr, sondern eine vollwertige PV-Anlage im Steckdosen-Gewand.
Deutscher Hersteller in einem Markt, der fast komplett aus China kommt
Ein Punkt, der in keinem Datenblatt auftaucht, mir aber wichtig ist: Der Markt für Balkonkraftwerksspeicher wird praktisch vollständig von Anker SOLIX, EcoFlow, Zendure, Growatt und Jackery bestimmt – allesamt chinesische Konzerne. Maxxisun gehört neben Solakon zu den ganz wenigen deutschen Anbietern, die hier überhaupt mitspielen.
Bei Maxxisun geht das über den Firmensitz hinaus: Das Familienunternehmen aus Sachsen fertigt CCU und Speicher in Deutschland, hält nach eigenen Angaben einige Patente und Gebrauchsmuster und hat das System gemeinsam mit der Hochschule Anhalt entwickelt.
Genau daraus leitet der Hersteller auch die Garantie ab: 10 Jahre serienmäßig, optional 15 Jahre! Wer selbst fertigt, kann für ein Gerät länger geradestehen als ein reiner Importeur.
Und im Reklamationsfall macht es einen spürbaren Unterschied, ob der Support in Halle sitzt oder auf einem anderen Kontinent.
Balkonkraftwerk 3.0: Warum der Maxxicharge V2+ ein Vorreiter ist
Ich sortiere die Entwicklung der letzten Jahre für mich in drei Stufen ein.
Balkonkraftwerk 1.0 waren zwei Module plus Mikrowechselrichter – alles, was tagsüber nicht direkt verbraucht wurde, ging unvergütet ins Netz.
Balkonkraftwerk 2.0 brachte den Speicher dazu, blieb aber am 800-Watt-Deckel und an sehr engen Vorgaben bei der Modulverschaltung hängen.
Balkonkraftwerk 3.0 ist die Stufe, auf der beide Fesseln fallen – und genau dort positioniert sich der Maxxicharge V2+ mit unter als einer der Ersten.
Reihe und parallel: der unterschätzte Vorteil
Bei fast allen aktuellen Balkonspeichern gilt eine harte Regel: Module dürfen nur parallel angeschlossen werden. Dies steht unmissverständlich in den meisten Produktdokumentationen – jeder PV-Eingang akzeptiert ca. 16 bis 60 Volt, eine Reihenschaltung ist ausdrücklich nicht zulässig!
Das ist keine Schikane, sondern eine Bauartgrenze – aber sie hat Folgen. Zwei handelsübliche Module mit je rund 34 Volt Leerlaufspannung liegen in Reihe schon bei etwa 68 Volt, bei winterlicher Kälte noch deutlich darüber. Wer das trotzdem macht, riskiert nicht nur die Garantie, sondern die Zerstörung des Geräts. Bleibt also nur Parallelschaltung – und damit hohe Ströme, dicke Kabel, viel Kabelmeter und entsprechende Leitungsverluste. Genau hier laufen die meisten Systeme entweder in die Spannungs- oder in die Stromgrenze.
Der Maxxicharge V2+ dreht das um: Seine String-Eingänge arbeiten zwischen 58,5 und 138 Volt und sind ausdrücklich für die Reihenschaltung ausgelegt – mindestens zwei Module in Reihe sind sogar Voraussetzung, um die Mindestspannung zu erreichen. Weil der M5.0 drei solcher Eingänge mitbringt (der M3.0 zwei), lassen sich Reihen- und Parallelverschaltung im selben System kombinieren: mehrere Module in Reihe pro String, mehrere Strings nebeneinander. Ein System, das dieselbe Flexibilität bietet, war mir im August 2026 im Segment der Balkonspeicher nicht bekannt.
| System | PV-Eingangsspannung | Zulässige Verschaltung |
|---|---|---|
| Maxxicharge V2+ | 58,5 – 138 V pro String | Reihe und parallel kombinierbar |
| Anker SOLIX Solarbank 3 / 4 Pro | 16 – 60 V pro Eingang | nur parallel, Reihe untersagt |
| Übrige gängige Balkonspeicher | überwiegend bis max. 60 V | ganz überwiegend nur parallel |
Die technischen Daten des Maxxicharge V2+ im Überblick
| Merkmal | CCU V2+ 2300W | M3.0 V2+ | M5.0 V2+ |
|---|---|---|---|
| Funktion | Steuerung, Wechselrichter, Display | Speichermodul | Speichermodul |
| Nutzbare Kapazität | – | 3 kWh | 5 kWh |
| Zellchemie | – | LiFePO4 | LiFePO4 |
| Ladezyklen (ausgelegt auf) | – | 8.000 | 10.000 |
| PV-Eingänge (MC4) | – | 2 Strings | 3 Strings |
| Stringspannung | – | 58,5 – 138 V | 58,5 – 138 V |
| Max. Leistung je String | – | 2.000 W | 2.000 W |
| Max. Modulleistung gesamt | – | 4.000 W | 3.000 Wp Süd / 6.000 Wp Ost-West |
| Max. Ladeleistung DC | – | 2.000 W | 3.000 W |
| AC-Leistung | 2.300 W bidirektional | – | – |
| Schutzart | Außentauglich | IP65 + Heizeinheit | IP65 + Heizeinheit |
| Kühlung | Passiv, geräuschlos | – | – |
| Garantie | 10 Jahre (opt. 15) | 10 Jahre (opt. 15) | 10 Jahre (opt. 15) |
| Fertigung | Deutschland | Deutschland | Deutschland |
Wichtig für die Planung: Jeder String-Eingang verträgt maximal 2.000 Watt, also realistisch zwei bis vier Module. Wer die vollen 6.000 Wp am M5.0 anschließen will, braucht dafür zwingend eine Ost-West-Aufteilung – bei reiner Südausrichtung sind es 3.000 Wp, weil die Ladeleistung ohnehin bei 3.000 Watt gedeckelt ist.
ready2plugin: 2.300 Watt ohne Elektriker? – der zweite Baustein von Balkonkraftwerk 3.0
Sobald mitten in einem Stromkreis eingespeist wird, schützt die Sicherung im Verteiler nur noch den Leitungsabschnitt vor dem Einspeisepunkt zuverlässig – dort sieht sie tatsächlich nur die Differenz aus Verbrauch und Einspeisung. Auf dem Leitungsstück hinter der Einspeisesteckdose kann sich die PV-Leistung aber zum ohnehin fließenden Laststrom addieren. Diese Summe registriert die Sicherung nicht, die Wärme in der Leitung entsteht dort trotzdem.
Genau hier setzt ready2plugin an, und beim Maxxicharge V2+ steckt die patentierte Technik erstmals als reine Software direkt in der CCU – kein Zusatzgerät zwischen Speicher und Steckdose. Ein thermisches Echtzeitmodell rechnet laufend mit, wie warm die Leitung tatsächlich wird, und gibt nur so viel Einspeiseleistung frei, dass die für PVC-Isolierungen zulässigen 70 °C dauerhaft eingehalten werden. Schaltet ein großer Verbraucher zu, wird die Leistung sofort zurückgenommen; sinkt der Verbrauch wieder, gibt die Regelung mehr frei. Funktion und Ausfallsicherheit hat nach Angaben von ready2plugin das Fraunhofer ISE geprüft, die Regelalgorithmen sind patentiert. Maxxisun nennt dafür 179 € einmalig für die Freischaltung oberhalb von 800 W.
Ein Missverständnis will ich aber gleich ausräumen: Leitungsschutz und Anmeldung sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Oberhalb von 800 VA gilt die Anlage nicht mehr als vereinfacht anzumeldendes Steckersolargerät, sondern muss beim Netzbetreiber als reguläre Erzeugungsanlage nach VDE-AR-N 4105 angemeldet werden. Maxxisun bietet dafür einen Anmeldeservice für 119 € an. Und selbstverständlich ersetzt auch das beste Regelverfahren keine marode Hausinstallation – Steckdose, Leitung und Absicherung müssen in Ordnung sein.
👉 Warum die 800-Watt-Grenze überhaupt existiert, was beim Hochstellen in der App tatsächlich passiert und wie sich ready2plugin von der Alternative eines Wieland-Steckers unterscheidet, habe ich hier ausführlich beschrieben: Balkonkraftwerk über 800 Watt – die drei Wege im Vergleich
SynaptIQ und Voltage Boost: schnelle Regelung, weniger Kabelverluste
SynaptIQ ist die Einspeisesteuerung und soll intern in unter 0,4 Sekunden auf Lastwechsel reagieren. Zum Vergleich zieht Maxxisun andere Speicher mit rund 5 Sekunden heran und rechnet daraus bis zu 224 kWh mehr nutzbare Energie pro Jahr aus. Diese Rechnung beruht allerdings auf angenommenen 2.400 Schaltvorgängen täglich bei durchschnittlich 200 W Lastdifferenz – ein Modell, kein Messergebnis. Realistischer einordnen lässt sich das erst mit eigenem Logging, und genau das habe ich bei meinem detaillierten Test vor.
Praxisnäher finde ich den Voltage Boost, der direkt aus der oben beschriebenen Reihenschaltung folgt: Weil die Systemspannung auf 60 bis 120 Volt steigt, fließt bei gleicher Leistung entsprechend weniger Strom. Da Leitungsverluste quadratisch mit dem Strom steigen, sinken sie hierbei deutlich. Positiver Nebeneffekt: Mehrere Module teilen sich eine Leitung, man spart also spürbar Solarkabel. Das ist simple Physik und funktioniert unabhängig von jeder Marketingrechnung – und es ist der Grund, warum die Verschaltungsfreiheit kein Nischenthema für Technikfans ist, sondern bares Geld spart und zwar in der Anschaffung und im laufenden Betrieb!
Notstrom, Wetterschutz und Garantie
Der Maxxicharge V2+ bringt eine Notstromsteckdose und zusätzlich einen AC-Festanschluss mit, über den ein Elektriker eine Ersatzstromleitung fest in die Hausverteilung legen kann. Die Umschaltung erfolgt laut Hersteller in 20 Millisekunden, was in der Praxis einer echten USV entspricht – der heimische PC läuft also weiter. Wichtig: Versorgt wird immer nur eine Phase (im Multiuse-Betrieb bis zu drei), und ausschließlich 230-Volt-Verbraucher. Drehstrom mit 400 Volt geht nicht.
Die Speichermodule sind nach IP65 zertifiziert und haben eine Heizeinheit an Bord, dürfen also draußen stehen. Maxxisun selbst empfiehlt trotzdem die Aufstellung im Haus, wenn es die Möglichkeit gibt – ein Rat, dem ich mich anschließe, denn Extremtemperaturen (auch wenn diese bei uns in großen Teilen Deutschlands immer seltener werden) kosten jede Zelle Lebensdauer. Bei der Garantie gibt es serienmäßig 10 Jahre auf die CCU und Speicher, optional gegen Aufpreis für 139 € auf 15 Jahre verlängerbar.
Zwei Extras, die den Unterschied machen: EcoTracker gratis und 15 Jahre Garantie!
Der Everhome EcoTracker IR liegt aktuell jedem Komplettset bei
Das geht in der Produktkommunikation fast unter, ist aber bares Geld wert: Wer aktuell ein komplettes Balkonkraftwerk-Set bei Maxxisun bestellt, bekommt den Everhome EcoTracker IR kostenlos dazu. Ohne Smart Meter kann kein Speicher Nulleinspeisung regeln – das ist also kein nettes Zubehör, sondern eine Pflichtkomponente, die sonst extra bezahlt werden müsste.
Der eigentliche Charme liegt in der Installation. Der EcoTracker wird einfach magnetisch auf die optische Schnittstelle des digitalen Stromzählers gesetzt und per WLAN eingebunden – kein Eingriff in die Elektrik, keine Plombe, kein Elektriker. Zum Vergleich: Der schnellere Shelly Pro 3EM muss fest in den Verteiler eingebaut werden und kostet damit zusätzlich einen Handwerkertermin.
Eine Hürde gibt es allerdings, und die solltet ihr kennen, bevor das Paket kommt: Im Auslieferungszustand gibt euer Zähler nur einen verkürzten Datensatz aus. Den vollständigen Datensatz mit der momentanen Wirkleistung schaltet ihr mit einer vierstelligen PIN frei, die ihr beim Messstellenbetreiber anfordern müsst – und eingegeben wird sie per Taschenlampe in Lichtimpulsen direkt am Zähler. Klingt schräg, ist in zehn Minuten erledigt, wenn man weiß wie. Wie das genau abläuft, habe ich hier Schritt für Schritt aufgeschrieben:
👉 EcoTracker IR einrichten: Stromzähler ohne Elektriker smart machen
Mein Tipp: Fordert die PIN gleich bei der Bestellung an. Die Netzbetreiber brauchen dafür je nach Region ein paar Tage bis zwei Wochen – ärgerlich, wenn der Speicher schon dasteht und nicht regeln kann.
Garantieupgrade auf 15 Jahre – und eine offene Frage zum Preis
Serienmäßig gibt Maxxisun 10 Jahre auf CCU V2+, M3.0 und M5.0. Gegen Aufpreis lässt sich das beim Kauf auf 15 Jahre verlängern. Dass ein Hersteller diese Zusage überhaupt macht, halte ich für das stärkste Qualitätssignal im ganzen Datenblatt – deutlich aussagekräftiger als jede Zyklenzahl. Eine Garantie ist schließlich eine kalkulierte Wette des Herstellers auf die eigene Ausfallrate. Wer 15 Jahre anbietet, rechnet intern damit, dass die Geräte das auch schaffen. Möglich wird das laut Maxxisun durch die eigene Fertigung in Deutschland.
Eine Sache finde ich dabei allerdings bemerkenswert: Das Upgrade kostet für den M3.0 und den M5.0 jeweils ab 139 € – obwohl die beiden Speicher preislich deutlich auseinanderliegen und der M5.0 mit 5 kWh entsprechend mehr Zellen im Feld hat. Rein risikobasiert müsste die Verlängerung beim größeren Modell teurer sein. Das ist keine Kritik, sondern eine Beobachtung: Vermutlich steckt schlicht eine Mischkalkulation dahinter, und die Preisgestaltung obliegt dem Unternehmen. Für Käufer des M5.0 ist es damit aber das klar bessere Geschäft – wer ohnehin zum großen Speicher greift, sollte das Upgrade meiner Meinung nach mitnehmen.
Kompatibilität: Smart Meter und ältere Maxxicharge-Generationen
Wer schon einen Maxxicharge V1 oder V2 betreibt, muss nicht neu anfangen. Die Spannungsebene ist gleich geblieben, ein Adapterkabel von M29 auf M25 verbindet Alt und Neu. Für den Multiuse-Betrieb muss allerdings mindestens eine CCU V2+ als Mastereinheit im System stecken.
Bei den Smart Metern ist die Auswahl erfreulich breit: Shelly 3EM, Shelly Pro 3EM, Shelly Pro 3EM CT63, Everhome EcoTracker, IOMeter und der Powerfox Poweropti werden unterstützt. Ein Detail aus den Herstellerangaben, das ich wichtig finde: Die meisten dieser Zähler liefern im Sekundentakt, womit die Gesamtreaktionszeit bei rund 1,4 Sekunden landet – nicht bei den beworbenen 0,4 Sekunden. Nur der Shelly Pro 3EM arbeitet mit 0,3 bis 0,6 Sekunden schneller, braucht dafür aber die Installation im Verteiler durch einen Elektriker. Die 0,4 Sekunden sind also die interne Reaktionszeit des Systems, nicht die des Gesamtaufbaus, was im Vergleich mit anderen Geräten jedoch absolute Königsklasse ist.
Preis, Gutschein und Verfügbarkeit
Bestellbar ist das System seit dem 24. August 2026. Die Preise zum Marktstart:
🛒 Affiliate-Links – für dich kostenlos, wir erhalten ggf. eine Provision. Preisstand: 25.08.2026, maßgeblich ist der im Shop angezeigte Preis zum Zeitpunkt der Bestellung.
Komplettsets mit Modulen
- Anzeige: Maxxicharge V2+ Set – 3 kWh + 2.000 Wp 🛒: 1.782 €
Der Einstieg: CCU V2+, M3.0-Speicher und Module mit 2.000 Wp. Passt für Haushalte um 4.000 bis 4.500 kWh Jahresverbrauch. - Anzeige: Maxxicharge V2+ Set – 5 kWh + 2.000 Wp 🛒: 2.282 €
Gleiche Modulfläche, aber der große Speicher. 500 € Aufpreis für 2 kWh mehr – sinnvoll, wenn euer Nachtverbrauch die 3 kWh regelmäßig aufbraucht.
Einzelkomponenten zum Nachrüsten oder Erweitern
- Anzeige: Maxxicharge CCU V2+ 2300W 🛒: 599 €
Die Kopfeinheit mit Wechselrichter, Steuerung und Display. Ohne sie läuft nichts – jedes System braucht mindestens eine. - Anzeige: Maxxicharge M3.0 V2+ Speicher (3 kWh) 🛒: 749 €
Zwei String-Eingänge, 8.000 Ladezyklen, bis 2.000 W Ladeleistung. - Anzeige: Maxxicharge M5.0 V2+ Speicher (5 kWh) 🛒: 1.249 €
Drei String-Eingänge, 10.000 Ladezyklen, bis 3.000 W Ladeleistung und bis 6.000 Wp Modulleistung in Ost-West.
Rechnet man die Sets auseinander, ergibt sich ein interessantes Bild:
Der Sprung vom 3-kWh- auf den 5-kWh-Speicher kostet einzeln wie im Set exakt 500 €. Pro nachgelegter Kilowattstunde sind das 250 € – ein Wert, mit dem der M5.0 im Marktvergleich sehr gut dasteht. Wer später ohnehin erweitern will, sollte trotzdem einmal gegenrechnen: Ein zusätzlicher M3.0 für 749 € bringt dieselben 3 kWh zu einem ähnlichen kWh-Preis, und Mischbetrieb aus M3.0 und M5.0 ist laut Hersteller jederzeit möglich.
Noch aufschlussreicher ist der Blick auf die Sets: CCU V2+ (599 €) und M3.0 (749 €) kosten einzeln zusammen 1.348 €. Das Komplettset mit denselben zwei Komponenten liegt bei 1.782 € – die 2.000 Wp Solarmodule inklusive Anschlusskabel schlagen darin also mit rund 434 € zu Buche, umgerechnet etwa 217 € pro kWp. Das ist für Module in dieser Größenordnung ein sehr fairer Kurs. Wer nicht ohnehin schon Module auf dem Dach oder im Keller liegen hat, fährt mit dem Set deutlich günstiger als mit dem Einzelkauf.
Dazu kommen optional die ready2plugin-Freischaltung über 800 W (179 € einmalig), der Anmeldeservice (119 €) und die Garantieverlängerung auf 15 Jahre (ab 139 €). Zum Marktstart gewährt Maxxisun außerdem bis zu 18 % Rabatt – die Höhe hängt von der gewählten Konfiguration ab und die Aktion läuft nur bis zum 15. September 2026.
Ein Wort zu den beworbenen Ersparnissen: Die auf der Herstellerseite genannten bis zu 2.280 € pro Jahr und die Amortisation in unter drei Jahren beruhen auf einem Haushalt mit 9.500 kWh Jahresverbrauch, 12 kWp Photovoltaik, 10 kWh Speicher und einem Strompreis von 40 Cent pro kWh. Das ist ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe oder E-Auto – nicht der typische Balkonkraftwerks-Haushalt. Wer mit 2.000 Wp und 3 kWh startet, sollte eher mit einigen hundert Euro im Jahr rechnen. Und wer heute unter 40 Cent zahlt, verlängert die Amortisation entsprechend.
Meine Einschätzung zum Maxxicharge V2+ – noch ohne eigenen Test
Auf dem Papier ist der Maxxicharge V2+ das durchdachteste Plug-&-Play-System, das ich mir dieses Jahr angeschaut habe. Die integrierte ready2plugin-Lösung löst ein Problem, das die Branche bisher mit einem pauschalen 800-Watt-Deckel umgangen hat. Die freie Verschaltung in Reihe und parallel löst das zweite, über das kaum jemand spricht. Zusammen ergibt das für mich die Definition von Balkonkraftwerk 3.0 – und dass ein deutscher Hersteller diesen Schritt zuerst geht, finde ich in diesem Markt bemerkenswert.
Offen bleiben genau die Punkte, die sich nur im Alltag zeigen: Wie sauber regelt die CCU wirklich, wenn zwei große Verbraucher gleichzeitig anspringen? Wie gut ist der reale Round-Trip-Wirkungsgrad? Wie stabil läuft die App über Wochen, und wie schnell reagiert der Support bei Firmware-Problemen? Bei meinem Test des Growatt Nexa 2000 waren es genau diese Themen, die den Unterschied zwischen Datenblatt und Praxis ausgemacht haben. Deshalb bleibt es dabei: Dieser Beitrag ordnet ein, er testet nicht. Der vollständige Produkttest mit eigenen Messungen folgt, sobald mir ein Gerät zur Verfügung steht.
Häufige Fragen zum Maxxicharge V2+
Kann ich die Solarmodule beim Maxxicharge V2+ in Reihe schalten?
Ja – und das ist sogar Voraussetzung. Die String-Eingänge arbeiten zwischen 58,5 und 138 Volt, weshalb mindestens zwei Module in Reihe geschaltet werden müssen. Weil mehrere Strings nebeneinander liegen, lassen sich Reihen- und Parallelverschaltung kombinieren. Bei den meisten Wettbewerbern ist die Reihenschaltung ausdrücklich untersagt, weil dort bei 60 Volt Schluss ist.
Darf ich den Maxxicharge V2+ wirklich ohne Elektriker mit 2.300 W betreiben?
Der Anschluss an die Schutzkontaktsteckdose ist laut Hersteller dank ready2plugin ohne Elektriker und ohne Umbau möglich, nach kostenpflichtiger Freischaltung. Die Anmeldung beim Netzbetreiber ist davon unabhängig: Oberhalb von 800 VA wird die Anlage als reguläre Erzeugungsanlage angemeldet, nicht mehr im vereinfachten Verfahren.
Ist Maxxisun wirklich ein deutscher Hersteller?
Maxxisun ist ein Familienunternehmen aus Sachsen und fertigt CCU und Speicher nach eigenen Angaben selbst in Deutschland. Damit gehört das Unternehmen neben Solakon zu den wenigen deutschen Anbietern in einem Segment, das ansonsten von chinesischen Konzernen dominiert wird. Die Solarmodule stammen wie bei allen Anbietern von externen Modulherstellern.
Darf der Speicher draußen stehen?
Ja, die Module sind nach IP65 zertifiziert und haben eine Heizeinheit. Maxxisun empfiehlt aber selbst eine Aufstellung im Innenbereich, wenn möglich, um die Lebensdauer zu maximieren.
Passt der Maxxicharge V2+ zu meinem alten Maxxicharge?
Ja. V1, V2 und V2+ arbeiten auf derselben Spannungsebene und lassen sich über ein Adapterkabel von M29 auf M25 verbinden. Für den Mischbetrieb muss mindestens eine CCU V2+ als Master im System sein.
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Stand der Informationen: 25. August 2026. Alle technischen Angaben stammen von den jeweiligen Herstellern und wurden von mir bislang nicht unabhängig überprüft. Preise können sich ändern – maßgeblich ist der im Shop angezeigte Preis zum Zeitpunkt der Bestellung.
