Anker Solarbank Vergleich: E1600, Solarbank 2 Pro, Plus und AC

Anker Solarbank Vergleich der vier Anker-Modelle: E1600 mit 2 Ports an einem MPPT und ohne Erweiterung, Solarbank 2 Plus mit 1.200 W und zwei MPPT, Solarbank 2 Pro mit 2.400 W, vier MPPT und Notstrom, Solarbank 2 AC mit Fremd-Wechselrichter-Anschluss, Netzladung und Notstrom

Anker verkauft vier Speicher, die alle „E1600″ im Namen tragen: die ursprüngliche Solarbank E1600, die Solarbank 2 E1600 Pro, die Solarbank 2 E1600 Plus und die Solarbank 2 E1600 AC. Die Kapazität der Basiseinheit ist bei allen vieren gleich – 1,6 kWh. Alles andere nicht.

Genau das führt bei Kaufentscheidungen regelmäßig zu Fehlgriffen, vor allem beim Gebrauchtkauf. Ich habe die offiziellen Anker-Angaben nebeneinandergelegt und auf die fünf Punkte reduziert, die in der Praxis wirklich den Unterschied machen.

Der Anker Solarbank Vergleich zeigt die vier Modelle auf einen Blick

MerkmalSolarbank E1600Solarbank 2 ProSolarbank 2 PlusSolarbank 2 AC
Eigener Wechselrichternein, externer nötigjajaja, plus Anschluss für Fremd-Wechselrichter
PV-Anschlüsse2 Ports an 1 MPPT4 Ports, 4 MPPT2 Ports, 2 MPPT2 Ports, 2 MPPT
Max. PV-Leistungje nach Wechselrichter2.400 W (in Deutschland 2.000 W)1.200 W1.200 W
Ausgang ins Hausnetzüber externen Wechselrichter800 W800 W800 W
Laden aus dem Netzneinneinneinja
Notstromsteckdoseneinja (bis 1.000 W)neinja
Akku-Erweiterungnicht erweiterbarbis 5 Zusatzakkusbis 5 Zusatzakkusbis 5 Zusatzakkus
Max. Kapazität1,6 kWh9,6 kWh9,6 kWh9,6 kWh

Quelle der Werte: Anker-Support-Datenbank, Stand September 2026.

1. Braucht das Gerät einen eigenen Wechselrichter?

Das ist der grundlegendste Unterschied. Die alte Solarbank E1600 der ersten Generation ist ein reiner Speicher: Sie sitzt zwischen Modulen und Wechselrichter und funktioniert ohne einen Mikro-Wechselrichter überhaupt nicht. Wer sie kauft, kauft nur einen Teil der Anlage.

Pro und Plus haben den Wechselrichter eingebaut – Module dran, Schuko in die Steckdose, fertig. Die AC hat ihn ebenfalls eingebaut, kann zusätzlich aber einen vorhandenen Fremd-Wechselrichter aufnehmen. Das macht sie zum einzigen Modell der Reihe, das sich sinnvoll an ein bestehendes Balkonkraftwerk nachrüsten lässt.

2. MPPT und PV-Leistung: hier trennt sich Pro von Plus und AC

Ein MPPT-Tracker regelt den Arbeitspunkt der angeschlossenen Module. Teilen sich mehrere Module einen Tracker, zieht das schwächste Modul die anderen mit nach unten – klassisch bei Verschattung oder unterschiedlicher Ausrichtung.

  • Solarbank E1600: zwei PV-Anschlüsse, aber nur ein gemeinsamer MPPT. Bei Teilverschattung die schwächste Lösung der vier.
  • Solarbank 2 Pro: vier Anschlüsse mit je eigenem MPPT, je 600 W. Ideal für Ost-West-Belegung oder Module auf verschiedenen Dachflächen.
  • Solarbank 2 Plus und AC: zwei Anschlüsse mit je eigenem MPPT, ebenfalls 600 W pro Kanal, in Summe 1.200 W.

Praktisch relevant: Die Pro darf laut Anker in Deutschland maximal 2.000 W PV-Leistung verarbeiten statt der technisch möglichen 2.400 W – das ist die Obergrenze der vereinfachten Steckersolar-Regelung.

Noch ein Detail, das viele übersehen: Ohne zusätzlichen Erweiterungsakku lädt die Batterie bei Pro und Plus mit maximal 1.000 W. Erst mit mindestens einem Zusatzakku steigt die Ladeleistung auf 2.000 W. Wer die volle PV-Leistung der Pro ausreizen will, kommt um den Erweiterungsakku also faktisch nicht herum.

3. Nur die AC lädt aus dem Netz

Die Solarbank 2 AC ist das einzige Modell der Reihe, das nicht nur über die PV-Anschlüsse, sondern auch aus dem Stromnetz geladen werden kann. Alle anderen füllen ihren Akku ausschließlich mit Solarstrom.

Für wen das zählt: Wer einen dynamischen Stromtarif hat, kann in den günstigen Nachtstunden laden und den Strom am Abend nutzen. Im Winter, wenn ein Balkonkraftwerk kaum etwas liefert, ist das der einzige Weg, den Speicher überhaupt sinnvoll zu beschäftigen. Ohne dynamischen Tarif bleibt die Funktion allerdings ein nettes Extra ohne wirtschaftlichen Nutzen.

4. Strom bei Stromausfall: Pro und AC können es, Plus und E1600 nicht

Solarbank E1600 und Solarbank 2 Plus brauchen ein anliegendes Netz, um Strom abzugeben. Fällt das Netz aus, stehen sie still – auch mit voll geladenem Akku.

Solarbank 2 Pro und Solarbank 2 AC haben eine netzunabhängige Steckdose, die im Blackout weiterläuft. Bei der Pro sind hier bis zu 1.000 W möglich. Das ersetzt keine Hausnotstromversorgung, reicht aber für Router, Kühlschrank, Licht und Handy-Ladung.

5. Erweiterbarkeit: der teuerste Irrtum beim Gebrauchtkauf

Die alte Solarbank E1600 lässt sich überhaupt nicht erweitern. Nicht mit dem BP1600, nicht mit dem BP2700, mit gar nichts. Bei 1,6 kWh ist Schluss.

Alle drei Solarbank-2-Modelle nehmen bis zu fünf Erweiterungsakkus auf. Anker nennt dafür in der Support-Datenbank durchgängig 9.600 Wh als Maximum, also 1,6 kWh Basis plus 5 × 1,6 kWh BP1600. Die Produktseite des neueren BP2700 führt allerdings die komplette Solarbank-2-Serie als kompatibel auf – rechnerisch wären damit rund 15 kWh möglich. Diesen Widerspruch hat Anker bislang nicht aufgelöst; wer gezielt wegen der größeren Ausbaustufe kauft, sollte sich das vorher schriftlich bestätigen lassen oder auf die neuere Anker SOLIX Solarbank 3 zurückgreifen.

Achtung beim Gebrauchtkauf: Ein günstiges Angebot für eine „Anker Solarbank E1600″ auf Kleinanzeigen ist fast immer die erste Generation – nicht erweiterbar, ohne eigenen Wechselrichter, mit nur einem MPPT. Die Solarbank-2-Modelle heißen immer ausdrücklich „Solarbank 2″ plus Pro, Plus oder AC.

Welches Modell passt zu welcher Situation?

  • Bestehendes Balkonkraftwerk nachrüsten → Solarbank 2 AC. Der vorhandene Wechselrichter bleibt in Betrieb, zusätzliche Module lassen sich direkt per DC anschließen. Details dazu im Beitrag zur Solarbank 2 AC.
  • Neue Anlage, viele Module, verschiedene Ausrichtungen → Solarbank 2 Pro. Vier eigene MPPT sind hier durch nichts zu ersetzen.
  • Neue Anlage, zwei Module, einfacher Aufbau → Solarbank 2 Plus. Günstigster Einstieg, wenn Notstrom und Netzladung nicht gebraucht werden.
  • Blackout-Vorsorge wichtig → Pro oder AC, die Plus scheidet aus.
  • Dynamischer Stromtarif vorhanden → AC, weil nur sie aus dem Netz laden kann.
  • Solarbank E1600 der ersten Generation → nur, wenn sie sehr günstig ist, ein Wechselrichter bereits vorhanden ist und 1,6 kWh dauerhaft reichen.

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Anker SOLIX

Häufige Fragen

Kann ich eine Solarbank E1600 der ersten Generation nachträglich erweitern?

Nein. Anker schließt das ausdrücklich aus, weder BP1600 noch BP2700 lassen sich anschließen. Die Kapazität bleibt dauerhaft bei 1,6 kWh.

Was ist der Unterschied zwischen Solarbank 2 Plus und Solarbank 2 AC?

Beide haben zwei PV-Anschlüsse mit je eigenem MPPT und 1.200 W maximale PV-Leistung. Die AC kann zusätzlich einen vorhandenen Fremd-Wechselrichter aufnehmen, aus dem Netz laden und hat eine netzunabhängige Steckdose für den Stromausfall. Die Plus kann all das nicht, ist dafür günstiger.

Welche Solarbank hat die meisten MPPT?

Die Solarbank 2 E1600 Pro mit vier unabhängigen MPPT-Trackern zu je 600 W. Plus und AC haben zwei, die alte E1600 nur einen für beide Anschlüsse.

Liefert eine Solarbank bei Stromausfall Strom?

Nur die Solarbank 2 Pro und die Solarbank 2 AC. Beide haben eine netzunabhängige Steckdose, die Pro gibt darüber bis zu 1.000 W ab. Solarbank E1600 und Solarbank 2 Plus benötigen ein anliegendes Netz und fallen mit aus.

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Hinweis: Die technischen Angaben stammen aus der offiziellen Anker-Support-Datenbank (Stand September 2026). Ein eigenes Testgerät lag mir für keines der vier Modelle vor. Änderungen durch Firmware-Updates oder Modellpflege sind möglich.

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